Qualitätsentwicklung und -sicherung

Die Ausbildung im Theodor-Heuss-Kolleg erstreckt sich über den Zeitraum von einem Jahr. Neben der selbst gestalteten Projektarbeit der Kollegiaten sind die Qualifizierungsinstrumente des Theodor-Heuss-Kollegs: Sommerseminare, Projektetreffen, Fortbildungen, das Bilanzseminar und die projektbegleitende Betreuung. Diese Formate bauen aufeinander auf und ergeben in ihrer Gesamtheit das Förderkonzept des Theodor-Heuss-Kollegs.

Dazu zu zählen sind außerdem die verschiedenen Auswahlinstrumentarien mit ihren jeweiligen Kriterien wie Projektejurys oder Bewerberauswahl.

Orientierung an Kompetenzen statt an Lehrzielen

Diese auf das gesamte Kollegjahr statt auf das einzelne Format bezogene Betrachtungsweise macht deutlich, dass die Kollegiaten die wesentliche Klammer sind, die das Kollegjahr zusammenhält: Sie durchlaufen alle Formate und an ihrem Erfolg lässt sich allein die Qualität der Ausbildung messen. Kompetenzstandards helfen den Seminarleitern, den Lernprozess zu gestalten und geben ihnen eine Orientierungshilfe.

Wissensmanagement

Der Kreis der Seminarleiter ist einer stetigen Fluktuation unterworfen. Dadurch können Kollegiaten mit einer Vielfalt von methodischen Herangehensweisen und Seminarleiter-Persönlichkeiten in Berührung kommen. Der Nachteil von Fluktuation kann sein, dass sich Qualitätsstandards und Konzepte weniger auf der  Basis eines transparenten und effektiven Evaluationsprozesses ändern: Personen wechseln, Wissen geht verloren, wenn es nicht festgehalten wird. Kompetenzstandards machen Wissen transparenter und personenunabhängig verfügbar.

Deshalb werden bewährte und neu entwickelte methodische Herangehensweisen aus den Seminaren gebündelt, systematisiert und bewertet. Neben der Methodendokumentation spiegeln sich die Ziele und Kompetenzstandards in einem Projektleitfaden für die Kollegiaten. Dieser wird regelmäßig überarbeitet.

Zudem wird ein breites Spektrum der Evaluationstechniken angewendet. Den Seminarleitern wird freigestellt, in welcher Form sie sichern, wie die Kompetenzstandards in ihrem Seminar berücksichtigt werden. I-Gruppe und Steuerungsgruppe erarbeiten hierzu konkrete Vorschläge.

Zirkuläre Qualitätssicherung

Die Definition von Zielvorgaben für die einzelnen Ausbildungsmodule kann nur dann erfolgreich realisiert werden, wenn die für die Ausbildung Verantwortung Tragenden an der Zieldefinition und ?evaluation beteiligt werden. Deshalb ist Qualitätssicherung Bestandteil der Planungs- und Auswertungsprozesse sowohl einzelner Ausbildungselemente als auch der Gesamtausbildung.

Teilnehmerorientierung und flexible Planung

Im Theodor-Heuss-Kolleg werden Seminarkonzepte individuell und flexibel an die Teilnehmer und die Bedürfnisse der Seminarteams angepasst, auch wenn es Musterabläufe und Methodenvorschläge gibt. Das hat den Vorteil, optimaler fördern zu können und bietet den Seminarleitern die beste Möglichkeit, ihre Kompetenzen entfalten und trainieren zu können. Da deshalb in unterschiedlichen Sommerseminaren unterschiedliche Kompetenzen trainiert werden, in unterschiedlicher Weise Wissen vermittelt wird, unterschiedliche Stile der Seminarleitung sich ausbilden, müssen (wenn nicht die Methoden-Abläufe) die Zielebenen klar und nachvollziehbar definiert werden.

Ansprechpartner

Nils-Eyk Zimmermann


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Qualifizierungsinstrumente